Thementag: „Anforderungen und Perspektiven militärischer Fahrzeugbeschaffung“

Die Sektion Koblenz der DWT e. V. befasste sich am 4. November 2025 mit dem Thema „Anforderungen und Perspektiven militärischer Fahrzeugbeschaffung“.

Die DWT hat sich am 04.11.2025 mit 30 wehrtechnisch interessierten Teilnehmern bei der Firma Scania Deutschland GmbH in Koblenz zusammengefunden. 

Herr Andreas Hornig, Regionalleiter Koblenz der Scania Deutschland GmbH, und Herr Stefan Houben, Key Account Defence, haben uns durch ihr Produktportfolio, die Chancen und Risiken am Markt geführt. Die Teilnehmer konnten lernen, in welch hohem Umfang Scania Deutschland GmbH spezifische militärisch nutzbare Fahrzeuge, insbesondere LKW, aber auch Dual-Use-Fahrzeuge mit militärischer Sonderausstattung (HÜMS) herstellt, wobei auch zahlreiche Fahrzeuge erfolgreich in der Ukraine im Einsatz sind. 

Im Anschluss daran stellte Herr Oberstleutnant Thomas Schroeder, Dezernatsleiter LwTrKdo UStg 1 II c, Kompetenzbereich MatBew, das Thema „Logistische Herausforderungen aus Sicht der Luftwaffe“ vor. Einer der Schwerpunkte war insoweit die zivil-militärische Kooperation, beispielsweise durch Wartungs- und Servicekooperationen für bestimmte fliegende Systeme. Diese Kooperationen werden beiderseits unter dem Gesichtspunkt Schaffung einer win-win-Situation betrachtet. 

Auch die neue Richtlinie „ALP-10“, die festlegt, wie logistische Unterstützung (ILS) über den gesamten Lebenszyklus von Waffensystemen geplant, gesteuert und umgesetzt werden soll – insbesondere in multinationalen Rüstungsprogrammen – wurde vorgestellt und sodann eingehend diskutiert. 

Herr Sven Uelmen, Regional Sales Manager Scania Finance Deutschland GmbH, hatte uns sodann durch die „Rahmenvereinbarung Leasing“ zwischen Bundeswehr und Scania Deutschland GmbH geführt. Diese regelt die Gestellung von Scania-Fahrzeugen im Rahmen des BW-Fuhrpark-Service für die Bundeswehr. Den Abschluss der Vorträge bildete der Vortrag „Beschaffungswege für militärische Mobilität: Konventionelle und alternative Möglichkeiten, Vor- und Nachteile“ durch den stellvertretenden Sektionsleiter, Dr. Gimmler. Hierbei wurden – auch aufgrund der eingehenden Erfahrungen des Referenten bei der rechtlichen und steuerlichen Ausgestaltung des Konzepts BW-Fuhrpark-Service – eingehend auf mögliche Vorteile von nutzungsbezogenen statt eigentumsbezogenen Beschaffungsalternativen dargestellt und sodann eingehend diskutiert. 

Den Abschluss bildete nach einem intensiven Vortragsreigen sodann ein vorzügliches Buffet, auch dafür dankt die Sektionsleitung sehr herzlich dem einladenden Unternehmung Scania Deutschland GmbH.

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