20.02.20

DWT-Symposium: Digitalisierung und der Mensch

Von: Florian Köfler; Bilder: HSU/Ulrike Schröder

Symposium der Sektion Hamburg und Schleswig-Holstein

Beim Symposium „Digitalisierung und der Mensch“ der Sektion Hamburg und Schleswig-Holstein der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) an der Helmut-Schmidt-Universität gingen Referent*innen aus Wissenschaft, Verwaltung, Cyberabwehr des Bundes und IT-Security am 12. und 13. Februar der Frage nach, wie Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Organisation unserer Arbeitswelt, ihre Rollenerwartungen und das Handeln des Einzelnen verändern.

Wissenstransfer ist neben Forschung und Lehre eine der zentralen Aufgaben der Universitäten. Doch sind Universitäten, wenn sie Antworten auf relevante Fragestellungen unserer Zeit geben möchten, auf Impulse aus der Praxis angewiesen. Digitalisierung ist einer jener globalen Megatrends, deren Auswirkungen auf soziale Systeme der Gesellschaft aktuell große Fragen aufwerfen. Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik, Sektion Hamburg und Schleswig Holstein, organisierte dazu ein branchenübergreifendes Symposium, das in drei Themenblöcken die Rolle des Menschen in einer digitalisierten Welt, deren Einfluss auf Forschung, Lehre und Entwicklung sowie agile Methoden im Projektmanagement aufgegriffen hat.

HSU-Präsident Prof. Dr. Klaus Beckmann eröffent gemeinsam mit Initiatorin Prof. Dr. Beatrix Palt das DWT-SymposiumAls Gastgeber verwies HSU-Präsident Prof. Dr. Klaus Beckmann unter anderem auf die Potenziale und erkenntnistheoretischen Risiken von Digitalisierung und Big Data in der empirischen Forschung. Konteradmiral Dr. Thomas Daum, Chef des Stabes im Kommando Cyber- und Informationsraum und Schirmherr des DWT-Symposiums, eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zu den Anforderungen an den „Infanteristen der Zukunft“ und die Bedeutung von Digital Leadership in der Bundeswehr. Die Initiatorin, Fregattenkapitän d. R. Prof. Dr. Beatrix Palt, INP Institut für nachhaltiges Projektmanagement, referierte über die wissenschaftlichen Grundlagen und Konzeptualisierung des Familienprinzips in der Projektarbeit – ein Vortrag, an den Ralf Junge, Director Content & Strategy bei IBM iX – Aperto, mit Einblicken aus dem Projektalltag anknüpfte. Agiles Arbeiten in Rüstungsprojekten der Bundeswehr und ihr endgültiger Abschied vom Wasserfallmodell wurden in einem Beitrag von Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Abteilungsleiter Ausrüstung im Bundesministerium der Verteidigung, erläutert. Dirk Backofen, Leiter der Telekom Security, mahnte schließlich als Industrievertreter an, beim Thema IT-Security die Anwender selbst in den Blick zu nehmen. Ihr Nutzerverhalten sowie eine Kultur der Achtsamkeit am Arbeitsplatz seien maßgeblich für die Tragfähigkeit unternehmerischer IT-Security-Konzepte.

Das Veranstaltungsformat soll fortgesetzt werden.

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