14.11.18

6. Mannheimer Symposium der DWT am Bildungszentrum der Bundeswehr

Energie und Energiesicherheit - Was tun, wenn´s (nicht mehr) brennt?

Am 8. November fand im Bildungszentrum der Bundeswehr zum nunmehr sechsten Mal das Mannheimer Symposium statt. Diese Kooperationsveranstaltung des IKZ und des Bildungszentrums richtet sich insbesondere an die werdenden technischen Beamten der Bundeswehr, an die Beschäftigten des Bildungszentrums sowie an die Mitglieder des IKZ.

In diesem Jahr fand das Symposium unter dem Titel „Energie- und Energiesicherheit - Was tun wenn’s nicht mehr brennt?“ statt. Nach der Begrüßung durch den AbtDir Dr. Kay Pixius sowie die Sprecherin des IKZ, Simone Peuten, führte die Firma EnBW AG durch Necdet Güngör in das Thema ein. Herr Güngör stellte zunächst die Firma EnBW und deren Beitrag zur Energieversorgung und -sicherheit in Deutschland vor. Danach referierte er zum synchronen Verbundsystem in Europa und deutete an, wie die Redundanz im Gesamtsystem funktioniert. Auch auf die Herausforderungen der Energiewende ging er hierbei ein. Insgesamt haben wir - insbesondere in Deutschland - eine sehr hohe Versorgungszuverlässigkeit. Dennoch könne eine Krise kommen, man muss darauf vorbereitet sein.

Der darauffolgende Vortrag durch Klaus Wohlfart von der Firma GESAT befasste sich mit Krisenkommunikation beispielhaft im Falle einer Stromversorgungskrise. In seiner Präsentation „Ausfallsichere Kommunikation via Satellit“ stellte er die Lösung der Firma, das Kommunikationsinstrument REDCOM-Server NYXEOS vor, welche auch Datenkommunikation neben der reinen Sprechverbindung ermöglicht. Dies ist insbesondere bei Großereignissen zur Lagefeststellung und anschließenden überregionalen Koordination zweckmäßig. Die vorgestellten technischen Lösungen finden auch bei Katastrophenschutzübungen ihre Anwendung.

Der zweite Teil des Symposiums fokussierte sich mehr auf den Anwendungsfall „Bundeswehr“. Zunächst präsentierte Sebastian Haag, ebenfalls von der EnBW AG, zum Schutz kritischer Infrastrukturen und stellte hier unter anderem das EnBW-Portfolio für die Bundeswehr vor.

Zu guter Letzt präsentierte Peter Otte - Dezernent für Sondersysteme der Wehrtechnischen Dienststelle für landgebundene Fahrzeugsysteme, Pionier- und Truppentechnik - wie die Bundeswehr in den Bereichen „Regenerative/alternative Energietechnik“, „Elektromobilität“ und „Fahrzeugdiagnose und -kommunikation“ forscht. Hier haben Durchhaltefähigkeit und Energiesicherheit einen hohen Stellenwert in der Betrachtung, weitestgehend autonome Energiesysteme, die beispielsweise auf regenerativen Energien beruhen, sind dabei im Fokus der Betrachtung. Mit der Automation von Energieflüssen und der Speicherung von Wärme soll dazu ein wesentlicher Beitrag geleistet werden. Zusätzlich wurde die "Powerpaste" vorgestellt, die als Energiespeicher vielversprechend ist, da sie eine hohe Energiedichte hat, aber im Transport und in der Lagerung nicht die Gefahr von Flüssigkeiten oder Gasen in sich birgt.

Die sehr rege Beteiligung der Besucher des Symposiums zeigte einmal mehr, dass dieses Format, in dem der IKZ immer wieder erfolgreich versucht, aktuelle, technologische Themen zu präsentieren und zu diskutieren, auch mit dem Thema „Energiesicherheit“ das Interesse der Lehrgangsteilnehmer am Bildungszentrum der Bundeswehr getroffen hat. Auch während des Empfanges am Abend wurde weiter angeregt über die Themen des Tages diskutiert. Aber auch der Aspekt des Bildens von Netzwerken zwischen den Mitgliedern des IKZ und den zukünftigen technischen Beamten der Bundeswehr kam nicht zu kurz.