10.03.20

Angewandte Forschung für Verteidigung und Sicherheit in Deutschland

Zukunft durch Forschung und Technologie gestalten Veranstaltung der SGW der DWT mbH vom 3. bis 5. März 2020 in Bonn

Nach 2014, 2016 und 2018 in die vierte Runde!

Die Konferenz richtete sich wiederum an Angehörige der Wissenschaft und Forschung, der Verteidigungsindustrie, der Bundeswehr, des öffentlichen Dienstes, der Parlamente, Ministerien und der Verteidigungsindustrie in Deutschland und wurde trotz der sich bereits abzeichnenden Corona-Krise sehr gut angenommen.

Trotz vereinzelter Absagen konnten wir die 400 Teilnehmer-Grenze erneut knacken. Die 431 Teilnehmer sind ein erneuter Beweis für die Bedeutung der Veranstaltung, die wir im Jahr 2022 das nächste Mal auflegen werden.

Dann hoffentlich ohne Social-Distancing und ohne die isolierte Sitzordnung der Teilnehmer, die viele zuletzt in Ihrer Abi-Prüfung erlebt hatten.

Ohne jeden Zweifel muss die Forschung die Freiheit haben, Neuland ausloten zu können und insbesondere im Verteidigungsbereich auch auf weiter entfernt liegende Entwicklungen zu schauen. So kann gerade die Forschung einen entscheidenden Beitrag leisten, bei strategisch wichtigen Technologiethemen die gewünschte Souveränität zu erlangen, zu erhalten und auszubauen. Ebenso ist es entscheidend, dass ausreichend Forschungsmittel zielgerichtet im Sinne des Ausrüstungsbedarfs der Bundeswehr allokiert und eingesetzt werden - im engen Dialog der Beteiligten und auf Basis von u. a. Formaten wie dieser etablierten Plattform.

In diesem Sinne haben wir die Herausforderungen der Streitkräfte in zukünftigen Konflikten in den Fokus gestellt: Womit werden Streitkräfte zukünftig konfrontiert? Welche technologischen Trends zeichnen sich ab? Welche Fähigkeiten lassen sich daraus entwickeln? Welche Reaktionsmöglichkeiten wird es zukünftig geben?

Ministerialdirigent Ralf Schnurr, Unterabteilungsleiter A II, Bundesministerium der Verteidigung eröffnete die Tagung inhaltlich mit der Key-Note BMVg.
Es folgte ein Dreiklang aus den Zukunftsthemen
Schlüsseltechnologien und ihre Relevanz für die Wehrtechnik - ein Überblick und Einblick in das Quantencomputing
(Prof. Dr. Oliver Ambacher, Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF)
KI und Ethik
(Prof. Dr. Wolfgang Koch, Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE)
Autonomie
(Dirk Krogmann, Bundesverband der Deutschen Sicherheits– und Verteidigungsindustrie)

bevor es in Panel- und Poster-Sessions im Rahmen von 130 (!) Vorträgen in die Tiefe diverser Disziplinen ging:

  • Abwehr von Hyperschallbedrohungen
  • Maritime Forschung
  • Detektion von Kampf- und Gefahrenstoffen
  • Energetische Materialien
  • Space
  • Zukunft von Kampfflugzeugen
  • Energiesysteme
  • Persönlicher Schutz
  • Hyperschall Technologien
  • Infrarotsensorik
  • Landbasierte Systeme
  • Unbemannte Systeme
  • Situational Awareness
  • Radar
  • VR & MUT
  • Machine Learning
  • Optische Sensorik
  • Laser

boten dem Konferenzbesuche einen ebenso breiten wie auch tiefen Einblick in den Stand der Forschung.

Wie immer war die Studiengesellschaft der DWT nicht nur bemüht um inhaltliche Quantität und Quantität, sondern baute viel wertvolle Kommunikationszeit in die Tagung ein.

In bewährter Weise wird die inhaltliche Gestaltung der Tagung gemeinsam mit dem Fraunhofer Verbund Sicherheit und Verteidigung (Fraunhofer VVS), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), dem Bundesverband der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV) und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) abgestimmt. Veranstalter, Organisator und Durchführender war auch dieses Mal die Studiengesellschaft der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik (SGW) mbH.

Die inhaltliche Gestaltung der Veranstaltung stimmten Prof. Dr.-Ing. Jürgen Beyerer (Fraunhofer VVS), Dr.-Ing. Dirk Zimper (DLR), Dirk Krogmann (BDSV Ausschuss F&T und Innovation) MinRat Dipl.-Ing. Norbert Weber (BMVg) und Oberst a. D. Bernd Kögel (Geschäftsführer der SGW mbH) ab.

Neben dem Dank an das Programm-Komitee, an die Vortragenden und die Teilnehmer sei an dieser Stelle ein besonderer Gruß an Herrn MinRat Dipl.-Ing. Norbert Weber erlaubt, des sich in seinem letzten Dienstmonat aus dem Kreise der Verteidigungsforschenden verabschiedete: Ihnen die besten Wünsche, bleiben Sie gesund und machen Sie’s gut!

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