15.10.18

Verleihung Studienpreis 2018

der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK e. V. (DWT)

Frau Prof. Dr. Palt bei ihrer LaudatioAm 11. Oktober 2018 begrüßte die Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg ihren neuen Studierendenjahrgang mit einem akademischen Festakt zur Immatrikulation.

Bei dieser Immatrikulationsfeier vergab Professor Dr. Beatrix Palt, Leiterin der Sektion Hamburg und Schleswig-Holstein der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK e. V., den Studienpreis 2018 der DWT an

Oberleutnant Markus Wallenborn, M. Sc.

für seine herausragende Masterarbeit zum Thema:

„Methode zur systematischen Einsatzanalyse und -bewertung von Assistenzsystemen in der Industrie 4.0“.

Frau Prof. Dr. Palt mit dem Preisträger OLt WallenbornHerr Wallenborn hat in seiner Masterarbeit ein sehr aktuelles und wichtiges Thema aufgegriffen, bei dem es im Wesentlichen um die technologischen Änderungen durch die Digitalisierung und die besonderen Herausforderungen an die Menschen im zukünftigen unternehmerischen Prozess geht. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung kommt neuen Informations- und Kommunikationstechnologien eine verstärkte Bedeutung zu. Mit dem Einzug dieser neuen Technologien in die Produktionsbereiche erfolgt eine umfassende Vernetzung realer Objekte (Maschinen, Produkte, Prozesse) und des Menschen mit virtuellen Systemen. Dabei bleibt der Mensch ein Schlüsselfaktor für die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und muss durch digitale, mobile Assistenzsysteme befähigt werden, die steigende Komplexität im digitalisierten und informatisierten Produktionsumfeld zu bewältigen. Das Ziel der Assistenzsysteme als multimodale, bedienungsfreundliche Benutzerschnittstellen ist die aufgabengerechte und situative Unterstützung der Beschäftigten bei ihrer Arbeit und die erfolgreiche Integration in die digitale Produktion.

Der Verfasser stellt in seiner Arbeit eine systematische Methode zur Analyse und Bewertung des Einsatzes von Assistenzsystemen in der Industrie vor, die eine Orientierungshilfe für die Analyse und Bewertung der Einsatzmöglichkeiten solcher Assistenzsysteme darstellt. Je nachdem wo das Assistenzsystem eingesetzt wird, reicht der Nutzen von der unmittelbaren Steigerung der Wertschöpfung über eine Reduktion der Komplexität hin zu qualitativen Verbesserungen von Prozessen und Produkten.

Das Thema hat über den in der Arbeit untersuchten unternehmerischen Prozess auch für die Bundeswehr und die Rüstungswirtschaft Bedeutung.

Innovation und Perspektive
Die gemeinnützige DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK e. V. (DWT) stiftet Studien- und Zukunftspreise, mit denen Offiziere und Referendare der Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München, der Führungsakademie der Bundeswehr und des Bildungszentrums der Bundeswehr in Mannheim ausgezeichnet werden. Ihre Master-, Lehrgangs- oder Prüfungsarbeiten sollen mit innovativen und perspektivischen Inhalten dazu geeignet sein, im Sinne der Ziele der DWT

  • den Dialog über Sicherheitspolitik, Bündnisfähigkeit, Forschung und Verteidigungswirtschaft zu fördern,
  • die Transparenz der Zusammenhänge und Wechselwirkungen herzustellen,
  • und zur Bildung, Urteilsfähigkeit, Entscheidungsfindung und Gestaltung in diesen Bereichen beizutragen.

Die Masterarbeit von Markus Wallenborn entspricht diesen Zielen in besonders eindrucksvoller Weise. 

Der Studien- bzw. Zukunftspreis ist mit einem Geldbetrag dotiert. Die Preise werden jeweils jährlich vergeben.

Weiterführende Information zur Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg auf www.hsu-hh.de.