10.07.15

Mitgliederversammlung der DWT e.V. am 27. Mai 2015

Veranstaltung in der Stadthalle in Bonn-Bad Godesberg

Für den 27. Mai 2015 hatte der Präsident der DEUTSCHEN GESELLSCHAFT FÜR WEHRTECHNIK e.V. (DWT) alle Mitglieder nach Bonn in die Stadthalle Bad Godesberg eingeladen.

Präsident Dipl.-Math. Gerhard Schempp bei der Eröffnung der DWT-Mitgliederversammlung 2015Pünktlich um 09:30 Uhr begrüßte der Präsident Dipl.-Math. Gerhard Schempp nahezu 100 Mitglieder, besonders Frau Abgeordnete Gisela Manderla (Bundestag), die anwesenden Ehrenmitglieder, Oberst a.D. Dipl.-Ing. Claus Cornelsen, Werner Dornisch, Vizeadmiral a.D. Hans Frank, Dr. Ernst Grosch, Brigadegeneral a.D. Dipl.-Ing. Raimund M. Rothenberger sowie ebenso die
Präsidentin der Gesellschaft für Sicherheitspolitik Frau Ulrike Merten, ehemalige Abgeordnete des Deutschen Bundestages und viele Jahre Vorsitzende des Verteidigungsausschusses. Auch dem Vorstand der DWT gehörte Frau Merten lange Zeit an und beweist mit ihrer Anwesenheit ihre unveränderte Verbundenheit mit der DWT.

Anschließend bittet Präsident Schempp die Anwesenden, sich zum Gedenken an die im vergangenen Jahr verstorbenen Mitglieder von den Plätzen zu erheben.

Danach führt der Vorsitzende General a.D. Rainer Schuwirth satzungsgemäß als Versammlungsleiter in die Mitgliederversammlung ein, begrüßt seinerseits alle Anwesenden und stellt fest, dass die Einladung mit beigefügter Tagesordnung form- und fristgerecht erfolgte und die Mitgliederversammlung damit beschlussfähig ist.

Geschäftsbericht 2014 der DWT e.V. mit Jahresabschluss 2014, Haushaltsplan 2015 und Jahresplanung 2015
Der Leitungstisch (v.l.n.r.): Geschäftsführer Generalmajor a.D. Wolfgang Döring, Präsident Dipl.-Math. Gerhard Schempp, Protokollführer Oberst a.D. Wilhelm Brendecke, Vorsitzender General a.D. Rainer SchuwirthDer Vorsitzende leitet dann mit einem Hinweis auf die Aufgaben von Vorstand, Präsidium und Mitgliederversammlung zum Geschäftsbericht 2014 über. Er führt aus, dass der Geschäftsbericht vom Vorstand in der Sitzung am 15. April 2015 in Bonn gebilligt wurde und das Präsidium in der Sitzung am 12. Mai 2015 in Berlin der Weiterleitung an die Mitgliederversammlung ohne Änderungsvorschläge zugestimmt hat und übergibt dann an den Geschäftsführer Generalmajor a.D. Wolfgang Döring, der den Geschäftsbericht 2014 der DWT e.V. mit Jahresabschluss 2014, Haushaltsplan 2015 und Jahresplanung 2015 erläutert.

Dabei betont er, dass die Planung und Durchführung von Veranstaltungen der DWT wie auch der SGW wegen der Folgen aus der Neuausrichtung der Bundeswehr schwieriger war als in den Vorjahren. Die durchgeführten Veranstaltungen zeichneten sich erneut durch hohe inhaltliche Qualität aus, wurden aber generell weniger gut besucht als in den Vorjahren. So sank die Teilnehmerzahl bei SGW-Veranstaltungen von ca. 3.200 in 2013 auf etwa 2.300 im Berichtsjahr. Vergleichbares musste für die DWT-Veranstaltungen im Allgemeinen auch festgestellt werden. Dem steht eine hohe Teilnehmerzahl beim 8. Symposium Perspektiven der Verteidigungswirtschaft am 20. und 21. Januar 2015 von knapp 400 Gästen gegenüber, die als positives Zeichen für das laufende Jahr gewertet wurde.

Weiter führte er aus, dass der Arbeitskreis Mittelstand (AKM) seine Rolle als engagierter Impulsgeber für mittelstandsbezogene wehrtechnische Aktivitäten in der DWT erneut bestätigt hat, während der Initiativkreis Zukunft (IKZ) als Forum für den Dialog der aufstrebenden Verantwortungs- und Entscheidungsträger in der Bundeswehr, Verteidigungswirtschaft, Politik, Wissenschaft und Politik nicht die erhoffte Resonanz auf seine für jüngere Persönlichkeiten zugeschnittenen Veranstaltungen fand. Mit einem veränderten Konzept wird nun versucht, für den IKZ höhere Resonanz zu erreichen.

Auch die Arbeit in den Sektionen soll mit einem überarbeiteten Konzept zukunftsfähiger gemacht werden (vgl. unten).

Zur Mitgliederentwicklung berichtete der Geschäftsführer, dass es bei den Persönlichen Mitgliedern einen Abwärtstrend gibt und die Zahl der Fördernden Mitglieder stagniert (Momentaufnahme); es werden alle Anstrengungen unternommen, diese Entwicklung aufzuhalten.

Generalmajor a.D. Döring informiert die Mitglieder darüber, dass der Haushaltsabschluss 2014 im Gesamtergebnis grundsätzlich mit dem des Vorjahres vergleichbar ist und dass der Jahresabschluss einen Einnahmeüberschuss ausweist, der dem Beschluss des Vorstandes entsprechend und in Übereinstimmung mit den einschlägigen steuerrechtlichen und vereinsrechtlichen Regelungen hauptsächlich zur Bildung einer Rücklage zum Ausgleich der in 2015 beglichenen Rechnung für den Parlamentarischen Abend 2/2014 verwendet werden soll.

Zum Haushaltsplan der DWT 2015 erläutert er, dass die inhaltlichen Aktivitäten für das Jahr 2015, die tatsächlichen Finanzströme des Haushaltsjahres 2014 sowie den Vorstandsbeschluss zur Betriebsmittelreserve berücksichtigt seien und dass der Haushaltsplan wie auch in den vergangenen Jahren in Abhängigkeit von der wirtschaftlichen Entwicklung von DWT und SGW aufzustellen ist. Der Haushaltsplan 2015 sei insgesamt solide aufgestellt, lasse aber wenig Spielraum, um unerwartete Entwicklungen aufzufangen.

Knapp 100 Mitglieder waren in die Stadthalle Bonn-Bad Godesberg gekommen. Vorn: Ulrike Merten, Präsidentin der Gesellschaft für Sicherheitspolitik und Dr. Ernst Grosch, Ehrenmitglied der DWT e.V.Abschließend stellt der Geschäftsführer fest, dass sich das Motto: Wehrtechnik im Dialog trotz der genannten Schwierigkeiten auch im Berichtsjahr bewährt hat. Herausragende Zeichen dafür war die hohe Beteiligung am Parlamentarischen Abend im November 2014, der gemeinsam mit der GSP e.V. in Berlin durchgeführt wurde und die beachtliche Resonanz, die das 8. Symposium Perspektiven der Verteidigungswirtschaft im Januar diesen Jahres erzielte. Nach seinen Worten hat sich die DWT als Dialog- und Informationsplattform gut behauptet, weil sie die Inhalte ihrer Veranstaltungen treffsicher gesetzt hat. Es gibt Anzeichen, dass diese Rolle durch die Amtsseite weiter nachgefragt wird und durchaus ausgebaut werden kann, auch wenn das nicht in jedem Fall zu einer Renaissance der Großveranstaltungen führen wird. Der Haushaltsplan sei ehrgeizig und werde bei sonst gleichen Bedingungen bei einem kontrollierten Haushaltsvollzug zu einem ausgeglichenen Ergebnis führen können.

Er betonte, dass es der Anstrengungen aller Mitglieder und Freunde der DWT bedürfe, die gute Reputation der DWT zu erhalten und sie unter veränderten Rahmenbedingungen fortzuentwickeln.

Der Tagesordnung folgend berichtet danach Oberstleutnant a.D. Dipl-Kfm. Uwe Anderssen als Sprecher der Rechnungsprüfer, dass die Rechnungsprüfung am 14. April 2015 in den Räumen der DWT e.V. Geschäftsstelle in Bonn auf der Grundlage des vorläufigen Haushaltsabschlusses 2014 stattfand, dieser korrekt, transparent und sachlich belegt ist, eine ordnungsgemäße Haushaltsführung nachgewiesen und alle Fragen beantwortet wurden.

Lage der regionalen Arbeit der DWT e.V.
Dem folgt der Bericht des Vorsitzenden zur Lage der regionalen Arbeit der DWT e.V. Danach verlief die regional orientierte Arbeit in den Sektionen erneut sehr unterschiedlich. Die weit überwiegende Zahl der Sektionen erfüllen ihre Aufgaben satzungsgemäß mit guten Ergebnissen. Einige Sektionen erreichten die Ziele jedoch regelmäßig nicht. Nach einer von der Geschäftsführung im Zusammenwirken mit den Sektionsleitern erstellten Analyse werden die Satzungsziele der DWT und das Erscheinungsbild der DWT in der Fläche nicht grundsätzlich beeinträchtigt, wenn die regionale Arbeit der DWT den aktuellen Bedingungen unter der Aufgabe hohler Strukturen angepasst wird. Die Aufgabe einiger Sektionen mit geringer Aktualität und Resonanz hätte keine gravierenden Auswirkungen für das Gesicht der DWT in der Fläche, erst Sektionen und Wehrtechnische Arbeitskreise ergeben ein Gesamtbild. Die Geschäftsführung hat daher in Abstimmung mit den Sektionsleitern einen Vorschlag zur Neuordnung der regionalen Arbeit der DWT erarbeitet, nach dem einige Sektionen nach den Kriterien Mitgliederstärke und Entfernung, entweder insgesamt (z.B. Mecklenburg-Vorpommern) oder einzelne Postleitzahlbezirke mit benachbarten Sektionen zusammengelegt werden sollen (Einzelheiten siehe DWT-Webseite - Sektionen). Diesen Vorschlag hat der Vorstand am 15. April 2015 gebilligt und das Präsidium am 12. Mai 2015 zur Kenntnis genommen.

Die Mitgliederversammlung stimmt den Berichten einschließlich Jahresabschluss 2014 sowie Jahresplanung und Haushaltsplan 2015 ohne Aussprache einstimmig zu.

Auf Antrag des Präsidenten erteilt die Mitgliederversammlung danach dem Vorstand bei 2 Enthaltungen die Entlastung.

Als Rechnungsprüfer werden für die Dauer des kommenden Haushaltsjahres erneut Herr Oberstleutnant a.D. Dipl.-Kfm. Uwe Anderssen und Herr Dipl.-Kfm. Horst Schuchmann gewählt.

Ergänzung von Vorstand und Präsidium
Im nächsten Tagesordnungspunkt informiert der Vorsitzende die Mitgliederversammlung über das Ausscheiden von Dr. Fitschen als Sprecher IKZ aus dem DWT-Vorstand und Einsetzen von Herrn Schievelbein als kommissarischer neuer Sprecher IKZ; Dipl.-Kfm. Gunnar Ben Schievelbein, war Zeitoffizier und ist nun bei der Diehl Defence Holding GmbH verantwortlich für Außenbeziehungen Heer/SKB. Der Vorstand hat in seiner Sitzung am 15. April 2015 beschlossen, Herrn Schievelbein - vorbehaltlich der entsprechenden Entscheidung der IKZ-Mitgliederversammlung - bis zum Ende der laufenden Wahlperiode in den Vorstand zu berufen. Die IKZ-Mitgliederversammlung hat am 27. Mai 2015 vor Beginn der DWT-Mitgliederversammlung Herrn Schievelbein als neuen Sprecher IKZ gewählt, so dass der Vorstandsbeschluss wirksam geworden ist.

Im Unterschied zum Vorstand ist nach der Satzung für die Ergänzung des Präsidiums die Wahl durch die Mitgliederversammlung notwendig.

Der Vorsitzende leitet die Wahl und informiert die Mitgliederversammlung über den Wahlvorschlag des Präsidenten zur Ergänzung des Präsidiums. Die Mitgliederversammlung votierte einstimmig entsprechend dem Wahlvorschlag des Präsidenten.

Generalmajor a.D. Drews als Vertreter des Heeres, Brigadegeneral Dipl-Ing. Maus als Vertreter der Luftwaffe und Prof. Dr. Thoma als Vorsitzender Fraunhofer-Verbund VVS haben ihr Ausscheiden aus dem Präsidium erklärt. An ihrer Stelle werden Generalmajor Wolfgang Köpke, Amtschef Amt für Heeresentwicklung, Brigadegeneral Dipl.-Kfm. Stefan Lüth, Kommandeur Logistikverbände Luftwaffe im Luftwaffentruppenkommando sowie Prof. Dr.-Ing. Jürgen Beyerer Verbundvorsitzender VVS Fraunhofer IOSB in das Präsidium gewählt.

Zur Mitgliederversammlung 2014 war der Posten des Abteilungsleiters AIN im BMVg vakant, so dass dieser wichtige Funktionsträger auf der Vorschlagsliste für die Wahl in das Präsidium fehlte mit der Maßgabe, ihn zu gegebener Zeit für das Präsidium der DWT zu gewinnen. Bisher liegt keine Nominierung vor.

Ein ebenfalls wichtiger Funktionsträger im Satzungssinne ist der Abteilungsleiter Planung im BMVg. Der bisherige Abteilungsleiter Plg, Vizeadmiral Joachim Rühle, wurde zum 01. Oktober 2014 Abteilungsleiter Personal im BMVg. Neuer Abteilungsleiter Plg ist Generalleutnant Erhard Bühler, er wird in das Präsidium gewählt.

Präsidiumsmitglied Hartmut Jäschke ist von der Fa. Thales zur Fa. Rhode & Schwarz gewechselt und verbleibt im Präsidium (als Vertreter von Rhode & Schwarz).

Als Vertreter von Thales Deutschland wurde Dipl.-Inform. Oliver Dörre neu in das Präsidium gewählt. Herr Dörre ist in der Geschäftsführung der Thales Deutschland GmbH der Leiter Geschäftsbereich Secure Communications & Information Systems.

Da es weder Sachanträge noch Beiträge zum Punkt Verschiedenes gab, schließt der Vorsitzender um 10:45 Uhr mit einem Dank an die Anwesenden für Ihre Teilnahme und einem Appell an alle Mitglieder, dass auch sie angesichts der rückläufigen bzw. stagnierenden Mitgliederzahlen zur Mitgliederwerbung aufgerufen sind!

Die nächste Mitgliederversammlung ist für den 10. Mai 2016 in der Stadthalle Bad Godesberg geplant.

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